BODENSEE TOUR 2018

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Peter Samstag, 18. August 2018 von Peter

BODENSEE TOUR 2018

Der Bodensee

Unseren ersten längeren Urlaub, mit unserem neuen Wohnwagen starteten wir Mitte August 2018 in Richtung Lindau am Bodensee. Wir steuerten den Park Camping Lindau am See an.

Dort hatten wir für die erste Woche einen Komfort-Platz reserviert mit Strom, Wasser und Abwasseranschluss. Wir wollten ja alles neue am Wohnwagen ausprobieren. Die Fahrt mit dem Wohnwagen war entspannter als wir dachten. Wir sind ja vorher nur Wohnmobil gefahren. Aber mit der neuen Technik fährt sich der Wohnwagen wie auf Schienen.

Sehr beliebter Übernachtungs- und Ferienplatz direkt am Bodensee, daher mitunter stark ausgelastet.Ebene Wiese mit altem Baumbestand, zwischen See und Bahnlinie (nachts kein Zugverkehr). Standplätze teils geschottert und gekiest. Zwei separate Platzteile für Zeltcamper. Teilweise Blick auf den See.

Park-Camping Lindau

- Parzellengröße: 70-100 m²

- Campingplatz Gesamtfläche: 5 ha

- Betriebszeit 2019: 19.3.-4.11.

- Übernachtungsplätze außerhalb: vorhanden

- Geräuschkulisse: Umgebung nachts meist ruhig, tagsüber Beeinträchtigungen möglich.

- Höhe über NN: 400 m

- Lage: Außerordentlich schön gelegen

- Anbindung: autobahnnaher Campingplatz

- Nächstgelegene Ortsmitte: Lindau (in 4 km)

- Öffentliche Haltestelle: in 500 m

Quelle: ADAC Nähere Informationen zum Platz gibt es hier.

Gegen Mittag sind wir am Campingplatz Lindau angekommen. Schnell war der Wohnwagen per Mover an seinen Platz rangiert und wir konnten uns einrichten. Hat schon was so ein Wohnwagen. Viel Platz und allen Komfort.

Ausflug zum Pfänder

Am nächsten Morgen haben wir uns Richtung Bregenz zur Pfänderbahn aufgemacht. Bei herrlichem Wetter ging es dann mit der Seilbahn hoch zum Pfänder. Ist dann doch ganz schön hoch. Nix für schwache Nerven. Oben angekommen bot sich uns ein grandioser Blick über die Berge und den Bodensee.

Der Pfänder

Ab der Bergstation der Pfänderbahn empfiehlt sich ein Rundgang zu den schönsten Aussichtspunkten am Pfänder.Gleich auf der Bergstation befindet sich die Rheintalterrasse mit direktem Blick auf das Grenzgebiet des alten und neuen Rheins, den majestätischen Berggipfeln der Schweiz, Liechtensteins und Vorarlbergs.Weiter geht’s zum historischen und handgearbeiteten Bergpanorama aus den 30er Jahren, welches auf einer Lithographie um 1870 "Im Herzen der Landschaft" basiert und alle, in Kupferplatten gravierte, umliegenden Berggipfel zeigt. Der Mensch, mit dem Pfänder als Mittelpunkt, kann mit dessen Hilfe in einem Halbkreis jeden einzelnen Gipfel zuordnen. Eine Herausforderung - nicht nur für Gipfelbegeisterte.

Das im Jahr 2005 errichtete Seepanorama mit fotografischem, beschriftetem Regionspanorama gibt einen Überblick über Länder, Kantone, Städte und sehenswerte Orte der Region. Aufgrund der virtuellen Überwindung von 42 m Erdkrümmung ist bei klarer Sicht die Stadt Konstanz am Horizont erkennbar.

Für technisch Interessierte lohnt sich ein Aufstieg zur Pfänderspitze, wo sich ein Sendemast mit 94 m Höhe, der die TV- und Radiobegeisterten im Bodenseeraum versorgt, befindet.

Der Alpenwildpark ist besonders bei Familien sehr beliebt. Die Kleintiergehege mit Hasen und Zwergziegen eröffnen die ca. 30minütige Rundwanderung. Es folgen Gehege mit imposanten Steinböcken, gefährlich anmutenden Wildschweinen, aufmerksamen Mufflons und mächtigen Hirschen. Am Ende des Rundgangs wird man von lustigen Murmeltieren, welche keine Scheu vor den Besuchern zeigen, verabschiedet. Schautafeln geben zusätzliche Informationen über Fauna und Flora der Alpen.

Das tolle Angebot für Wanderer oder Radfahrer rundet einen Erlebnistag am Pfänder ab.

Das rustikale SB-Restaurant mit Aussichtsterrasse befindet sich direkt neben der Bergstation der Pfänderbahn. Von hier aus lässt sich die einmalige Aussicht mit dem schönsten Panoramablick über den Bodensee am besten genießen. Sonnenanbeter kommen auf der Terrasse voll auf ihre Kosten.

Im Restaurant auf dem Pfänder gibt es auch einige Speisen und Getränke (Selbstbedienung) zu sehr hohen Preisen aber mit einem tollen Blick von der Terrasse über den See. Das rustikale SB-Restaurant mit Aussichtsterrasse befindet sich direkt neben der Bergstation der Pfänderbahn. Von hier aus lässt sich die einmalige Aussicht mit dem schönsten Panoramablick über den Bodensee am besten genießen. Sonnenanbeter kommen auf der Terrasse voll auf ihre Kosten.

Die große Auswahl an Mittagsmenüs, zünftige Jausen oder gemütliche Kaffeerunden bei erlesenen Köstlichkeiten aus der eigenen Konditorei machen einen Pfänderausflug für viele Besucher erst richtig attraktiv.

Quelle: Pfänderbahn

Ausflug nach Ravensburg

Heute machten wir uns auf in Richtung Ravensburg. Hier sind wir immer mal vorbei gefahren aber für einen Besuch dieser schönen alten Stadt war dann nie Zeit. Diesmal aber ja. Am Morgen gings los. Wir starteten nach dem Frühstück vom CP am Bodensee Richtung Autobahn ging es dann bis zur Ausfahrt Ravensburg. Hier sind es dann über die B32 nur noch wenige Kilometer bis Ravensburg. Ein Fußläufig günstig gelegenes Parkhaus ist das Parkhaus am Frauentor.

Die ehemals Freie Reichsstadt Ravensburg, mitten in der Ferienregion Bodensee und Allgäu gelegen, ist mit 50.000 Einwohnern die wirtschaftliche Mitte der Region. Früher schon Handelszentrum, ist sie heute die Einkaufsstadt Oberschwabens.

Der zentral gelegene Marienplatz ist der ideale Ausgangspunkt, um die "Stadt der Türme und Tore" zu erkunden. Dort und in den angrenzenden Straßen und Gassen, herrscht reges Leben: In der Bachstraße, wo der Stadtbach offen fließt, oder in der liebevoll sanierten Marktstraße.

Fußgängerzonen laden zum unbeschwerten Bummel ein, das Stöbern in Geschäften lässt sich hervorragend mit einer Besichtigung der historischen Altstadt verbinden – auf eigene Faust oder mit einer Stadtführung.

Quelle: Ravensburg.de

Einkaufsbummel in Lindau

Heute stand ein Besuch von Lindau an. Mit dem Fahrrad vom CP sind es nur ca. 15 Minuten. Nach einem Einkaufsbummel machten wir noch eine kurze Kaffee-Pause am Hafen in Lindau.

Ein wenig zur Geschichte von Lindau

Über 1.000 Jahre lebendige deutsche Geschichte Offiziell existiert Lindau am Bodensee seit 882 – also seit über 1.000 Jahren. Damals bedeutete das kleine Wörtchen „Lindau“ einfach nur „Insel, auf der Lindenbäume wachsen“; deshalb ziert unser Stadtlogo ein Lindenblatt und deshalb befindet sich auch unsere Altstadt auf der Insel Lindau. Von der Insel aus wuchs die Stadt im Laufe der Jahrhunderte zur heutigen Größe heran.

Lindau, das Frauenkloster

Damals im 9. Jahrhundert war auf unserer schönen Insel jedoch noch keine Stadt, sondern ein Frauenkloster. Gegründet wurde es – so sagt es die Legende – von Graf Adalbert zu Rätien, der sich damit für seine Rettung nach einem Schiffbruch bedankte. Die katholische Pfarrkirche Münster Unserer Lieben Frau ist eines der letzten Überbleibsel des alten Konvents. Einzig die Relikte am Römerpark sind in der Gegend noch älter – auf dem Gebiet des Stadtteils Aeschach bauten hier die römischen Besatzer eine Villa. Deren Überreste sind eines der bedeutendsten Zeugnisse der Römer-Zeit in ganz Bayern.

Der Markt Lindau entsteht

Dreh- und Angelpunkt im Mittelalter waren die Märkte, weil man sich nur dort mit frischem Gemüse, Wein oder Hanf (wichtig für den Schiffbau) ausstatten konnte. Der örtliche Markt jedoch befand sich 1079 noch im bereits erwähnten Aeschach – das lag auf dem Festland und war zu der Zeit noch eine eigene Gemeinde. Erst durch die ständigen Konflikte zwischen Fürsten und Kirchenvertretern dieser Zeit verlegte man den Markt auf die Insel Lindau – hier war er schlicht besser geschützt. Von da an dauerte es aber immer noch fast 200 Jahre, bevor König Rudolf der I. Lindau 1275 zur Reichsstadt ausrief.

Lindau in der jüngeren Zeit

Dieser Status blieb Lindau über 700 Jahre lang erhalten – dann verlor die Stadt durch Napoleon ihre Privilegien und wurde durch den Fürsten an Österreich gegeben. Das hielt genau drei Jahre – 1805/1806 ging Lindau zusammen mit ganz Vorarlberg an den bayerischen König. Infolge dessen gab es jahrelange Unruhen, die erst 1809 wieder endeten. Der Rest des 19. Jahrhunderts war geprägt von der Industrialisierung; so wurde Lindau zunächst an das Bodensee-Schifffahrtsnetz angeschlossen, später an die Eisenbahn. Aus der Zeit stammen auch unsere Wahrzeichen – der Löwe und der Neue Leuchtturm in der Lindauer Hafeneinfahrt.

Das moderne Lindau am Bodensee

Lindau in seinem Ausmaß, wie wir es heute kennen, existiert seit dem 1. Februar 1922. Damals wurden die Gemeinden Aeschach, Hoyren und Reutin in die Gemeinde eingegliedert, in den späteren Jahren kam noch Reitnau dazu. Sie alle zusammen bilden heute Lindau am Bodensee, mit der Insel Lindau im Bodensee als historischem Kern und wertvollem Zentrum.

Quelle: www.lindau.de

Der Campingpark Lindau

Die restlichen Tage auf dem Campingplatz Lindau bis zum Umzug am nächsten Samstag, waren Ruhetage zum Baden und Lesen. Am nächsten Samstag sollte es weiter zum nächsten Campingplatz auf der anderen Seite des Bodensees, bei Konstanz, gehen.

Park-Camping Lindau

Park-Camping Lindau

und tschüss Lindau.

Aufbruch zum Campingplatz Klausenhorn

Am Vormittag nach dem Frühstück machten wir uns auf zum nächsten Campingplatz am Bodensee, dem Camping Platz Klausenhorn bei Konstanz. Wie sich später herausstellen sollte, war das ein Griff ins Klo.

Durch dichte Buschreihen in mehrere Felder unterteiltes, ebenes Wiesengelände mit Laubbäumen. Am Bodensee-Radweg. Standplätze teilweise gekiest.

Campingplatz Klausenhorn

- Parzellengröße: 70-90 m²

- Campingplatz Gesamtfläche: 3.8 ha

- Betriebszeit 2019: 1.3.-3.10.

- Mittagsruhe: 13-15 Uhr

- PKW: separates Abstellen obligatorisch

- Geräuschkulisse: Umgebung nachts meist ruhig, tagsüber Beeinträchtigungen möglich.

- Höhe über NN: 400 m

- Lage: Außerordentlich schön gelegen

- Nächstgelegene Ortsmitte: Dingelsdorf (in 12 km)

- Öffentliche Haltestelle: in 500 m

Quelle: ADAC

Outletcenter Radolfzell

Heute besuchten wir noch das Outletcenter in Radolfzell. Hier gibt es jede Menge Markenartikel (Klamotten) zu recht günstigen Preisen. Ein Besuch kann sich durchaus lohnen. Am Abend waren wir dann in Konstanz bei MC Donalds essen. Leider gab es in der näheren Umgebung des CP nix zu Essen bzw. die Restaurants hatten entweder Ruhetag oder geschlossene Gesellschaft.

Auf dieser Seite des Bodensees gibt es leider nicht viele Möglichkeiten abends lecker Essen zu gehen. Also haben wir meist Mittags wenn wir unterwegs waren gegessen und am Abend gab es dann kalte Küche.

Ausflug nach Konstanz

Heute statteten wir Konstanz einen Besuch ab. Ein günstig gelegenes Parkhaus findet man in der Sigismund Straße 9. Hier ist man mitten in der Altstadt. Konstanz ist eine wirklich schöne Stadt. Nach einem Bummel durch die Stadt und einem leckeren Mittagessen beim Italiener, machten wir noch einen kurzen Stopp bei einem großen Edeka Markt etwas außerhalb der Stadt um noch ein Paar Dinge zum Abendessen zu besorgen.

Konstanz hat mit seiner historischen Innerstadt, dem Konstanzer Konzil und seinen kleinen, feinen Museen eine einzigartig erlebbare Geschichte, eine sehr lebendige Gegenwart und viele Ideen und Pläne für die Zukunft. Kunst, Kultur, Genuss und Wasser prägen die größte Stadt am Bodensee, die als pulsierendes Zentrum der Vierländerregion gilt und zum Wandern, Radfahren, Shoppen oder einfach nur zum Verweilen einlädt.

Ausflug nach Meersburg

Heute fuhren wir mit der Fähre wieder auf die andere Seite des Bodensees. Wir statteten Meersburg einen Besuch ab. Eine wunderschöne kleine Stadt mit vielen kleinen Geschäften und leckeren Restaurants. Von der Anlegestelle der Fähre in Konstanz war es dann nur eine kurze ca. 20 minütige Überfahrt mit der Fähre für ca. 12 Euro.

Kleine Stadt ganz groß. Dies gilt hier nicht nur der herrlichen Lage und romantischen Winkel, sondern auch der vielen Museen wegen.

Meersburg, die Museen Stadt, lädt ins Mittelalter und zur Droste, ins Barock und in Gemäldesammlungen ein. Man kann Stadtgeschichte und Weinbau erkunden, Bibelthemen und Luftfahrtgeschichte erleben. Und im Weinberg noch einmal die Droste besuchen.

Womit sich, wie so oft in Meersburg, die Wege wieder kreuzen: Die Kultur- und die Spazierwege. Willkommen in der Meersburger Museen Landschaft!

Besuch der Pfahlbauten bei Unteruhldingen

Heute war ein Besuch der Pfahlbauten bei Unteruhldingen angesagt. Also ging es wieder mit der Fähre nach Meersburg und weiter zu den Pfahlbauten. In der Nähe vom Parkplatz P1 geht es mit dem Bus bzw. der Bimmelbahn weiter zu den Pfahlbauten.

Die Pfahlbausiedlungen aus der Stein- und Bronzezeit (4.000 bis 850 v. Chr.) am Bodensee werden in Unteruhldingen wieder lebendig.

Besuch in Überlingen

Und wieder ging es mit der Fähre auf die andere Seite des See's. Von Meersburg aus fuhren wir dann nach Überlingen . Eine wunderschöne Altstadt begrüßte uns bei schönstem Wetter.

Fähre Konstanz - Meersburg

Fähre Konstanz - Meersburg

Überlingen geht auf eine alamannische Siedlung zurück. Dies belegt der Name, der sich aus „Iburinga“ (Siedlung der Sippe des Ibur [Ebers]) entwickelt hat. Schon in der ersten Hälfte des 7. Jahrhundert muss es eine Siedlung mit Schiffslände gegeben haben, denn der hl. Gallus kam mit dem Schiff, als ihn der in „Iburinga“ residierende Alemannenherzog Gunzo (+ nach 635) zu sich rief.

770 wird „Iburinga“ erstmals urkundlich erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten hat sich die Siedlung in Seenähe wirtschaftlich entwickelt. Die verkehrsgeografisch günstige Lage an der schmalsten Stelle des Bodensees einerseits und am Schnittpunkt dreier Straßen andererseits bildete die Grundlage für den Aufstieg Überlingens zu einer blühenden Handelsstadt. Von hier aus war die schnellste Personen- und Güterbeförderung zwischen dem bis auf die Schwäbische Alb reichenden Einzugsgebiet und Konstanz und der Schweiz möglich.

Der Stauferkaiser Friedrich I. Barbarossa verlieh der Siedlung 1180/1 das Marktrecht, unter Friedrich II. wurde im frühen 13. Jahrhundert aus dem Markt eine „königlichen Stadt“. Nach der Erhebung zur Stadt legte Überlingen die erste Befestigung um die heutige Kernstadt an.

Nach dem Aussterben der Staufer 1268 wurde Überlingen als Reichsstadt Teil des Heiligen Römischen Reichs.

Grundlage des Zusammenlebens sowie der städtischen Regierung und Verwaltung bildete eine Zunftverfassung, die gegen 1300 zwischen den in Zünften organisierten Handwerkern und dem Stadtpatriziat ausgehandelt wurde und mit geringen Änderungen bis zum Ende der reichsstädtischen Zeit im Jahre 1802/3 galt.

Schon früh betrieb die Stadt auf einer Fläche von rund 270 ha intensiven Weinbau. Bis ins 17. Jahrhundert war Überlingen mit bis zu 5 Millionen Litern pro Jahr der größte Weinproduzent am Bodensee; rund die Hälfte ging in den Export. Noch wichtiger war der Handel mit Getreide, das aus dem oberschwäbischen Hinterland kam, auf dem Überlinger Markt gehandelt wurde und von dort aus vor allem in die Schweiz ging. Bis ins 19. Jahrhundert besaß Überlingen den weitaus größten Kornmarkt am Bodensee und einen der größten Kornmärkte Süddeutschlands.

Im 14. und 15. Jahrhundert brachte Überlingen immer mehr Land in seinen Besitz, so dass es am Ausgang des Mittelalters über ein größeres Territorium als manch andere Reichsstadt verfügte.

Vom politischen Selbstbewusstsein der wohlhabenden Reichsstadt zeugen der Neubau des Rathauses (1490-1494) und sein reich geschmückter Ratssaal mit den von Jakob Russ geschaffenen Darstellungen der Reichsstände.

Ein Monument, das Frömmigkeit und Selbstbewusstsein der Bürgerschaft manifestierte, ist das von 1350 bis 1576 entstandene St. Nikolaus-Münster, der größte spätgotische Kirchenbau der Bodenseeregion. In seinen Kapellen stehen zahlreiche, durch Bürger gestiftete Altäre von der Gotik bis zum Barock, im Chor der vom Rat in Auftrag gegebene und von Jörg Zürn und seiner Werkstatt 1613-1616 geschaffene Hochaltar.

1632 und 1634 wurde Überlingen durch die Schweden vergeblich bestürmt und belagert. Es hatte seine Wehranlagen zwischen dem 14. und dem frühen 17. Jahrhundert erheblich erweitert und derart verstärkt, dass es als uneinnehmbare Festung galt. 1643 jedoch nahm Konrad Wiederhold, der Kommandeur der Festung Hohentwiel, die Stadt im Handstreich ein. Die Besetzung Überlingens durch französische, bayerische und schwedische Truppen dauerte bis 1649.

Mit dem 30-jährigen Krieg brach die Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs an. Infolge der Auflösung des Heiligen Römischen Reichs verlor auch Überlingen 1802/3 die Reichsunmittelbarkeit und wurde als Landstadt Teil des Großherzogtums Baden.

Die badische Stadt öffnete sich seit dem frühen 19. Jahrhundert schrittweise dem Tourismus. Am Beginn stand die Idee, die in Vergessenheit geratene Heilquelle für Kurgäste nutzbar zu machen. Seit 1828 verfügte Überlingen mit dem „Bad-Hotel“ über ein bald weithin bekanntes und geschätztes Kurhotel, das über einen eigenen Kurgarten mit Trinkbrunnen verfügte. Als Annehmlichkeiten entstanden 1857 mit dem Landungsplatz ein „Empfangsraum“ für die mit dem Dampfschiff ankommenden Gäste und seit 1862 nach dem Abriss der Stadtmauer am See die Seepromenade, die heute mit einer Länge von rund 5 km zu den längsten am Bodensee zählt. Ab 1875 legte man Spazierwege in den Wehrgräben, vor allem jedoch den bis heute weithin berühmten Stadtgarten an, der mit seinen seltenen Bäumen und Kakteen neben der Mainau zu den botanischen Sehenswürdigkeiten der Region zählt.

Hatte die seit den 1820er-Jahren auf dem Bodensee betriebene Dampfschifffahrt den Tourismus in Überlingen begünstigt, so förderte der Anschluss der Stadt an das Eisenbahnnetz 1895/1901 die Ansiedlung von Gewerbebetrieben. Seither steht die Stadt wirtschaftlich auf zwei Beinen.

Heute hat die „Große Kreisstadt“ Überlingen einschließlich der eingemeindeten Orte Bambergen, Bonndorf, Deisendorf, Hödingen, Lippertsreute, Nesselwangen und Nußdorf rund 22.000 Einwohner, in der eigentlichen Stadt leben rund 17.000 Menschen. Mit Sipplingen und Owingen bildet Überlingen eine Verwaltungsgemeinschaft. Städtepartnerschaften verbinden Überlingen seit 1987 mit der nördlich von Paris gelegenen Stadt Chantilly und seit 1990 mit der sächsischen Stadt Bad Schandau.

Quelle: Überlingen

Die Blumeninsel Mainau

Am Vorletzten Tag unseres Urlaubs besuchten wir dann noch die Blumeninsel Mainau. Vom Parkplatz ging es dann zu Fuß über die Insel. Trotz des trüben Wetters, brachten die vielen Blüten etwas Farbe ins Spiel. Im Palmenhaus am Schloss Mainau gab es dann Kaffee und Kuchen.

Die Farbenpracht und vielfältigen Blütenvariationen der Dahlien sind die Herbstattraktion auf der Insel Mainau. Von Ende August bis Mitte Oktober erstrahlt der Dahliengarten im Südhang der Insel mit rund 12.000 Dahlien in einem wahren Blütenfeuerwerk.

Die bunten Schönheiten aus Mexiko werden auf 2.400 Quadratmeter Beetfläche angeordnet und nach Wuchshöhe gestaffelt gepflanzt. Die niedrigsten Dahlien messen zirka 40 Zentimeter in der Höhe, während es die Riesen bis auf 2 Meter Höhe bringen. Die Blütengröße variiert von den Kleinsten bei den Mignon-Dahlien mit 4 Zentimetern bis zu den Größten mit 25 Zentimetern bei den großblumigen, dekorativen Dahlien.

Die sonnenverwöhnten Dahlien erfreuen die Besucher in allen erdenklichen Farbschattierungen, Formen und Größen. So fällt es nicht leicht aus den großzügig angelegten Beeten die jährliche Mainau-Dahlienkönigin zu wählen: Kaktus- und Semikaktus-, Halskrausendahlie, einfache Dahlienformen, Seesternblütige, Balldahlie, Anemonen- und Paeonienblütige und viele andere Dahliensorten präsentieren sich zum herbstlichen Schlussakkord.

1739 bis 1746 wurde das Deutschordenschloss nach den Entwürfen Johann Caspar Bagnatos und unter seiner Bauleitung erbaut. Trotz beschränkter Finanzen entstand eine architektonisch höchst ausgewogene, symmetrische Schlossanlage von großer Harmonie. Hufeisenförmig öffnen sich die Arme der beiden Seitenflügel zum Festland. Dagegen ist die breite Seite dem See zugewandt. Das Gebäude ruht auf einem Sockel, über den sich zwei Stockwerke erheben. Prächtig am Westgiebel: die Wappen des Hochmeisters Clemens August von Bayern, des Landkomturs Philipp von Froberg und des Mainaukomturs Friedrich von Baden. Der Ostgiebel zur Seeseite trägt das Wappen des Deutschen Ordens.

Bagnato verzichtet in seinem Entwurf auf ein prächtiges repräsentatives Treppenhaus nach Würzburger Vorbild. Die Obergeschosse erreicht man über schlicht gehaltene Treppenhäuser in den Seitenflügeln.

Das Palmenhaus gibt einen einzigartigen Rahmen für Pflanzenschauen, allen voran die berühmte Orchideenschau im Frühjahr. Auch für andere hochkarätige Veranstaltungen wie Konzerte und Hochzeiten ist das Haus bestens geeignet. Das ganze Jahr über steht zum Verweilen das Schlosscafé mit Terrasse zur Verfügung.

Auch aus architektonischer Sicht ist das Palmenhaus etwas Besonderes. 1998 wurde es vollständig erneuert. Die Grundfläche beträgt 1270qm. Das Haus hat eine maximale Höhe von 17,40m. Die Dach- und Fassadenelemente sind doppelschalig und aus hochtransparentem Acrylglas. Von den Temperaturen her ist das Palmenhaus als Kalthaus (10-12 Grad C) konzipiert. Bei Bedarf (Veranstaltungen, Orchideenschau) können, unterstützt durch eine zusätzliche Bodenheizung, auch höhere Temperaturen gehalten werden.

Sie ist ein lebendes Fossil, unter dem bereits die Dinosaurier wandelten: Metasequoia (auch Chinesisches Rotholz). Als lebendiges Exemplar entdeckt wurde sie in China in den 1940er Jahren. Bereits zehn Jahre später erhielt die Insel Mainau ihr erstes Exemplar, mit einer Größe von rund 30 cm, vom Königlichen Botanischen Garten „Kew Gardens“ in Richmond, Großbritannien. Dass sich der Baum in seiner neuen Heimat auf der Blumeninsel sofort wohlgefühlt hat, zeigen die aus Stecklingen des Mutterbaums entstandenen 51 Metasequoien.

Heute, über ein halbes Jahrhundert später, umrahmen sie eindrucksvoll und erhaben den Besucherweg zum Schmetterlingshaus. An heißen Tagen spenden sie kühlen Schatten und zeigen frisches Grün im Frühling sowie eine kupferne Färbung im Herbst – die Metasequoia-Allee lädt ein zum Innehalten

Quelle: Mainau

Am Nachmittag kehrten wir dann zum Campingplatz zurück. Wir mussten ja zusammen packen. Denn auch dieser wunderschöne Urlaub ging seinem Ende entgegen. Wir kommen wieder.

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Unsere Bewertung

CP Lindau

Einer der schönsten CP am Bodensee. Vor Allem die Lage gefällt uns besonders gut. Nicht weit mit dem Fahrrad nach Lindau, super Restaurant, sehr gut ausgestatteter CP mit 1a Sanitäranlagen. Wir kommen immer wieder gerne hier her.

CP Klausenhorn

Eigentlich ein recht schön gelegener CP mitten in der Bodenseenatur mit schönem öffentlich zugänglichem Strandbad. Leider ist es hier nachts nicht immer ruhig da auf den Zeltplätzen des Öfteren Jugendliche Horden bis spät in die Nacht wilde Saufgelage feiern. Auch wenn die Zelter nachts auf Toilette müssen, ziehen sie dazu über den ganzen Platz und nicht immer leise. Die Duschen kosten für 3 Minuten 50 Cent, zusätzlich zur recht hohen Platzgebühr ist das nicht ok. Wir haben lieber in unserem Wohnwagen geduscht, nicht wegen der 50 Cent sondern wegen des beißenden Uringestanks in den Duschen. Die Toiletten sind im gleichen Raum/Gebäude. Das ist einfach nur ekelhaft.

Leider wird in der Beschreibung auf ein Restaurant hingewiesen welches nur eine Frittenbude/Imbiss am Strandbad ist wo es nur eine Hand voll Gerichte aus der Fritteuse gibt. Leider nichts Frisches. Der Imbiss hat auch nur bei schönem Wetter offen und der Geruch nach altem Frittenfett macht auch nicht wirklich Appetit. Auch gibt es auf dem Platz keinen Lebensmittel Laden sondern nur einen Bäckerwagen welcher morgens Brötchen und einige Kleinigkeiten des täglichen Bedarfs anbietet.

Wer hier länger Urlaub machen will sollte einen fahrbaren Untersatz mitbringen um bei einem Lebensmittelladen in einigen Km Entfernung einkaufen zu können. Auch ein vernünftiges Restaurant muß man hier suchen. Leider meist nichts frisch zubereitetes. Dieser Teil des Bodensees hat uns wirklich enttäuscht. Das einzig schöne hier war Konstanz und die Insel Mainau, der Rest ist eher für Menschen gedacht die hier seit 20 Jahren und länger Urlaub machen oder aus der Umgebung kommen. Leider nicht unser Niveau.

Wir kommen dann eher nicht mehr hier her zumindest nicht auf einen CP sondern nur als Abstecher um Konstanz oder Mainau zu besuchen. Die andere Seite des Bodensees (Überlingen/Meersburg/Lindau) ist um Welten besser erschlossen für den Tourismus.

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