Ausflug zum Eistobel

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Peter Sonntag, 29. September 2019 von Peter

Ein Naturwunder erster Güte

Naturerlebnis Eistobel

Rauschende Wasserfälle und tiefe Strudellöcher, riesige Gesteinsblöcke und gewaltige Felswände: ein Besuch der Eistobel Schlucht zwischen Oberstaufen und Isny bleibt unvergesslich. Ein gesicherter steiler Pfad führt in die Klamm hinab durch das etwa dreieinhalb Kilometer lange Naturschutzgebiet. Hier gibt es Erdgeschichte zum Anfassen.

Reiseroute

Eingang Argentobelbrücke

Im Infopavillon am Eingang erfahren Sie viel Interessantes über die Pflanzen, Tiere und Geologie des Eistobels. Ein Kurzfilm zeigt den Eistobel im Verlauf der Jahreszeiten. Kurz nach dem Steilen Einstieg, welcher möglichst nur mit festem Schuhwerk zu betreten ist und für Fußkranke eher nicht geeignet ist, erreicht man die eindrucksvolle 54 Meter hohe Argentobelbrücke. Am Infopavillon steht ein imposantes Modell der alten Stahlbrücke.

Die neue Argentobelbrücke

Die alte Argentobelbrücke

Überreste alter Brückenpfeiler

Die erste Argentobelbrücke war eine in Stahlfachwerk ausgeführte Pendelpfeilerbrücke. 1905 bis 1907 wurde sie als damals längste und höchste Brücke Bayerns von MAN erbaut. Für die Brücke wurden 340 Tonnen Eisen und ungefähr 2 Millionen Niete benötigt. Die Mittelöffnung der Brücke hatte eine Spannweite von 84 Metern, die beiden Seitenöffnungen jeweils 48 Meter Stützweite. Die Seitenfelder waren auf festen Gerüsten eingebaut worden, das mittlere Feld wurde im Freivorbau ausgeführt.

Die 5,0 Meter breite Fahrbahnplatte wurde durch zwei Geländer von 1,30 Meter Höhe begrenzt und hatte zwei Fahrstreifen. Gehwege waren nicht vorhanden. Während der Bauarbeiten kam ein Mann durch einen Sturz ums Leben.

Streuwiese und erste Wasserfälle

In diesem Bereich des Eintobels, plätschert das Wasser der Oberen Argen noch recht gemächlich dahin. Kiesbänke am Ufer laden zu einem Fußbad und Entdecken ein. Erste Felswände geben einen Vorgeschmack auf die kommenden Naturschönheiten, die den Besucher nur wenige Gehminuten später erwarten.

Eine Felsbarriere aus hartem Nagelfluhgestein lässt das Wasser über mehrere Kaskaden flussabwärts rauschen. Direkt oberhalb der Wasserfälle sind mehrere der für den Eistobel typischen Strudellöcher zu sehen. Die Entstehung dieser runden Löcher wird an einem Modell im Infopavillon erklärt.

Eine Idylle in der Nähe der Streuwiese

Großer Wasserfall und Zwinger

Der große Wasserfall

Der Name Eistobel leitet sich übrigens von den bizarren Eisbildungen im Winter ab. Der Allgäuer bezeichnet als Tobel eine enge, meistens bewaldete Schlucht welche von einem Bach durchflossen wird.

18 Meter tief stürzt der Große Wasserfall über eine schräge Felswand in einen gewaltigen, mehrere Meter tiefen Gumpen. Sehenswert ist auch die an einen Regenwald erinnernde Vegetation. Zahlreiche Moose und Flechten überziehen hier Äste der Bäume und Sträucher.

Am "Zwinger" zwängt sich das Wasser durch ein Gewirr aus gewaltigen Felsblöcken. Der Tobelweg hat hier schon fast alpinen Charakter: zum Teil ist der Pfad in die Felsen eingesprengt und führt – gut gesichert – direkt an gewaltigen Wänden aus Nagelfluhgestein entlang.

In die Felsen eingesprengt führt – gut gesichert – ein Weg direkt an gewaltigen Wänden entlang.

Man könnte jetzt noch einige Stationen im Eistobel ansteuern. Wie den Wasserfall am Eissteg oder den Stausee und die große Nagelfluhwand. Für mich war das für heute aber genug und ich machte mich zurück zum Eingang. Zum Abschluss noch ein paar Bilder aus dem Eistobel.

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Der Einstieg

Aktuelles

Im Eistobel befinden sich keine Mülleimer, deshalb sollte Jeder seinen Müll wieder mit nehmen. Die Natur dankt es Euch.

Hunde sind im Eistobel angeleint erlaubt. An den Ein- und Ausgängen befinden sich Sammelbehälter für Kotbeutel. Hier können Sie auch solche mitnehmen und/oder entsorgen. Im Eistobel befinden sich auch Hundetoiletten. Bitte entsorgen Sie Ihre Kotbeutel nicht im Eistobel oder auf den Wanderwegen.

Der steile Einstig in den Eistobel ist nicht für Kinderwagen oder Fußkranke geeignet. Bitte denken Sie daran bevor Sie eine Eintrittskarte kaufen.

Anreise mit dem Auto

Adresse für Eingabe in Navi:

88167 Grünenbach, Hauptstr. 81

Koordinaten:

Nord 047°38´29.1 Ost 010°01´32.7

Von Norden kommend über Isny und Maierhöfen in Richtung Grünenbach bis zur Argentobel Brücke.

Vom Bodensee kommend über Wangen oder Lindenberg nach Röthenbach. Von dort nach Grünenbach und weiter zum Eistobel.

Parkplätze finden Sie am Infopavillon Argentobel Brücke und in Schüttentobel am Wanderparkplatz.

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